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„In echt“-Treffen: Thomas Müller verabschiedet

Mit Dank und Lob ist Thomas Müller, bisheriger Studienleiter des Journalistenzentrums Herne, in den Ruhestand verabschiedet worden. Auf dem „In echt“-Treffen im Casino des Shamrockparks stellte Frank Überall, Vorsitzender des Trägervereins des Zentrums, das erfolgreiche Wirken Müllers für die Aus- und Weiterbildung von Journalist:innen in Deutschland heraus.
„Wir haben nicht gezählt, wie viele Journalist:innen in den Kursen ausgebildet worden sind“, betonte Überall, „denen Thomas Müller im Haus Busch in Hagen und dann in den letzten eineinhalb Jahren nun in Herne die Dozent:innen für die Ausbildung besorgt, das Essen bestellt und den Aufenthalt akribisch bis in die Details organisiert hat.“ Müller habe nach dem Ende von Haus Busch sehr geholfen, dass das Journalistenzentrum als neues Start-up mit seinen vielen Dozent:innen nach Herne gekommen sei. Thomas Müller hat das Herz des Journalistenzentrums in Herne zum Schlagen gebracht.“

Prominente Gäste
Mit der Staatsministerin Michelle Müntefering war eine prominente Teilnehmerin eines von Müller geleiteten Volontärskurses in Haus Busch zum Abschied gekommen. Der medienpolitische Sprecher der SPD im NRW-Landtag, Alexander Vogt, und Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda schauten beim Abschieds- und Wiedersehensfest am 11. September vorbei. Ein wahrhaft historischer Tag. Einerseits der Tag der Sprache. Und auch der 20. Jahrestag des Terroranschlags vom 11. September.

Dozenten-Dank
Der langjährige Dozent Hans Peter Janisch würdigte die fast dreißig Jahre von Müllers Arbeit für die journalistische Aus- und Weiterbildung. Er ließ besonders dessen wertschätzenden Umgang mit Dozent:innen Revue passieren. Die Dozenten Michael Brocker und Michael Konken setzten dem die Krone auf und überreichten ihm unter viel Lachen ein Buch mit dem abgewandelten Titel „Den nächsten Dozenten bringe ich um“. Müller bedankte sich für das Lob und stellte zufrieden heraus, dass er mit Dr. Yasmin Schulten-Jaspers eine überzeugende Nachfolgerin habe. Und zum Schluss erhielt Müller ein letztes Zertifikat. Er hatte über die zigtausende Zertifikate für die Teilnehmer:innen von Kursen und Seminaren ausgestellt.

In echt“
Mit dem Treffen im Shamrockpark löste das Journalistenzentrum ein Versprechen bei den Teilnehmer:innen der Volontärskurse der Corona-Zeit ein. An dem Samstag konnten sich die Teilnehmer:innen und Dozent:innen anstatt im Zoom-Fenster in Herne treffen: „In echt“ miteinander reden, trinken und essen. Und dabei half an dem Nachmittag Dr. Hektor Haarkötter. Der Kommunikationswissenschaftler redete über ein analoges journalistisches Medium in digitalen Zeiten: „Vom Schmierzettel zum Denkzettel: Der Notizzettel als Universalmedium unserer Zeit“.

10.000 Stunden in Zoom
Allein in diesem Jahr haben zwanzig mehrwöchige Ausbildungen von Volontär:innen nur digital stattgefunden. Die 21. war am Tag vor dem Treffen wieder in Herne und in Präsenz über zwei Wochen abgelaufen. Fast 10.000 Stunden hatten die Teilnehmer:innen geduldig in ihren heimischen Arbeitszimmern, Küchen oder Schlafzimmern gesessen und per Zoom-Plattform gelernt, was Journalist:innen heute als Berufseinsteiger können müssen, um ihren Job verantwortungsvoll in Redaktionen und Pressestellen erledigen zu können.

Mit einer lustigen Drohung wurde Thomas Müller am 11. September offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Dozenten bedankten sich beim Abschied im Shamrockpark in Herne für die fast drei Jahrzehnte währende Planung und Betreuung von Seminaren.


Eine Reihe von Eindrücken des „Cabrio-Fests“ drinnen und draußen im Shamrockpark:

Aufgereiht für die bessere Sicht (v.li.): Dirk Baldus, Kajo Döhring, Kay Pfefferkuchen, Norbert Robers, Dieter Menne, Thomas Müller, Hans Peter Janisch.

Mit Wein für den Übergang in den Ruhestand (v.li.): Thomas Müller, Yasmin Schulten-Jaspers, Christian Schlichter, Werner Hinse

Prominente Besucher:innen aus Nachbarschaft in Herne (v.li.): Alexander Vogt (SPD-Landtagsabgeordneter und medienpolitischer Sprecher), Staatsministerin Michelle Müntefering , Vorsitzender Frank Überall

Schilderte seine andauernde Forschung zum Kommunikationsmittel Notizzettel: Professor Dr. Hektor Haarkötter.

Unter Haarkötters Zuhörern war auch Herne Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda (2.v.re.), der im Beirat des Trägervereins des Journalistenzentrums mitarbeitet.

Von drinnen nach draußen für den Kaffee: Norita Wieners und Kay Pfefferkurchen (vorne), die Dozenten Dr. Jaspar Prigge und Stanley Vitte.

Ein Genuss nach der langen Zeit vor den Computern: Live-Musik mit den journalistischen Small Stars und Hartmut Beifuß am Saxophon und Sängerin Helene Pawlitzki, die sich bei uns im Kuratorium engagiert.

Ein letztes Zertifikat für Studienleiter Thomas Müller: Schlüsselübergabe in echt an seine Nachfolgerin Dr. Yasmin Schulten-Jaspers.

Kurator und Journalistenkollege Stefan Prott am Schlagzeug, Christian Frevel (git.)

Tschüss Thomas im Kollegenkreis (v.li.): Christian Schlichter, Werner Hinse, Thomas Müller, Hernes OB Dr. Frank Dudda, Dr. Yasmin Schulten-Jaspers, Vorsitzender Dr. Frank Überall.

Fotos: Arne Pöhnert